Montag, 29. Februar 2016 //     0 ❞
Heute nicht viele Worte. Ich bin nach und nach auf dem Weg im Leben, zu realisieren, was hier vor sich geht und wodurch und wohin ich gehe. Ich kann nur sagen, dass mich Menschen oftmals nicht so einschätzen, wie ich bin. Und das kann ich selbst auch nicht. Aber ich sage euch was: Es spielt oftmals überhaupt keine Rolle, worin man verwickelt ist, welche Hemmungen oder Ängste man hat. Es ist absolut nicht primär wichtig, wie kompliziert oder schwerwiegend die Situation um euch ist. Es spielt fast nur eine Rolle, worauf man sich konzentriert. Und das soll der Weg oder kürzer gesehen der Schritt sein, den man (daraus) gehen möchte. Denn das, worauf man sich konzentriert, wächst. 

Wenn du es erst verstanden hast, hast du es noch nicht begriffen. Und wenn du es noch nicht begriffen hast, hast du es noch nicht realisiert. Und wenn du es noch nicht realisiert hast, hast du es noch nicht umgesetzt. Und wenn du es noch nicht umgesetzt hast, sollst du die suchende und aufnehmende Haltung niemals ruhen lassen. Und das wirst du niemals im Leben, das verspreche ich dir. Ausser du lebst nicht.

Soviel zu meinem heutigen spontanen abendlichen Gedankengang und demgleichen Mitteilungsbedürfnis.


Dienstag, 23. Februar 2016 //     2 ❞
Falls Fernweh eine zu diagnostizierende Krankheit wäre, wäre ich vermutlich chronisch krank. Jedes Mal überkommt es mich, eine unerklärliche Sehnsucht nach Neuem, nach neuen Kulturen und neuen Ländern. Und jedes Mal, wenn ich dem Drang nachgebe und in ein neues Land gehe, komme ich mit einem vollen Herzen und Bewunderung und zutiefste Sympathie dem Land gegenüber in die Schweiz und frage mich, warum ich die ehrliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen nur so als Geschenk anschaue, warum ich jedes Mal das Gefühl habe, dass die Menschen auch mit dem Herzen leben und ihre Bedürfnisse nach echter zwischenmenschlicher Beziehung pflegen. Das ist mir so fremd, man arbeitet so lange, dass man erschöpft nach Hause kommt und wenn es streng läuft nur noch für den Job existiert. Was es bedeutet, im Jetzt zu leben missversteht man hier, indem man sich viele oder teure Klamotten besorgt, mehr oder weniger teuer essen und trinken geht, ins Kino oder shoppen. Klischee, was ich jetzt beschreibe, aber die Tendenz ist da, auch bei mir, wenn ich wieder zu lange hier war und wieder vergessen habe, was es bedeutet, am Leben zu sein.

Istanbul. 10 Tage waren bei Weitem noch zu kurz. Mit meinem Freund. Wahre Freunde gefunden, wo man sich gegenseitig tief verstanden fühlt. Das wird eine Freundschaft fürs Leben sein. Alte, wunderbare, weise, imposante Gebäude und Kultur, moderne Cafés und Restaurants, mitin das feinste Essen, das mir (nebst Griechenland und Indonesien) je begegnet ist. Strassenkatzen und -hunde, die von allen Menschen ringsherum liebkost, erzogen und gefüttert werden (unvorstellbar bei uns). Eine riesige Stadt, die von den Menschen her mein Land doppelt ausfüllen würde. Leder, Schmuck, Designer, Vintage... Zwei Kontinente, getrennt von dem wunderbaren Fluss Bosporus, eine kurze Schifffahrt und man befindet sich auf einem anderen Kontinent. Inseln, die mit Kutschen befahren werden, da es dort keine Autos gibt. Bazar mit Seide, Gewürze, Tee, Tücher, Kleidung, Lebensmittel.... Hamam....
Istanbul und seine Menschen hat in einer rasenden Geschwindigkeit mein Herz erobert. Und dort werde ich es lassen, bis ich das nächste Mal wieder dort bin und weiter mit dem Herzen lebe statt mit dem Verstand. 

Sonntag, 27. Dezember 2015 //     2 ❞
Dieses Weihnachten verbrachte ich in Eiseskälte direkt unter dem Matterhorn.
Ein kurzes Abenteuer, welches mir für immer in Erinnerung bleiben wird.
Bei Vollmond, minus 11 Grad, mit meiner Schwester völlig abgelegen von der Zivilisation, heimlich, mitten im Schnee, über 2200m ü.M. im Zelt. Militärschlafsäcke von einem Freund ausgeliehen, Schnee im Kocher geschmolzen und am Abend zu heissem Kakao gemacht. 
Die Sterne über uns absolut klar, der Gürtel des Orions direkt über der Spitze des Matterhorns. 
Leider, oder zum Glück, kann man die Magie des Nachtleuchtens der Berge, ihre Lebendigkeit und Ausstrahlung nicht mit der Kamera einfangen. Wie heisst es beim kleinen Prinzen so absolut treffend? ... Denn das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. 

Zum Glück sind wir in der Nacht nicht gerutscht, das Zelt war nicht durch Heringe befestigt, der Boden war selbstverständlich gefroren :D 

Freitag, 18. Dezember 2015 //     0 ❞
Es fühlt sich an wie eine andere Realität. Ich verändere mich. Während die Gegebenheiten äusserlich im Leben die gleichen bleiben, die gleichen Arbeitsbedingungen, die gleiche Wohnung, die gleiche freie Zeit, merke ich, wie sich in mir alles wandelt. Ich versuche mich in Kreativität. Ich geniesse teilweise bewusst meine Freizeit. Ich mache Sinnvolles. Und ich schaue mir selbst deutlich besser. 

Nun habe ich zwei Wochen Ferien. Danach kommt eine sehr strenge berufliche Zeit, aber das ist jetzt noch nicht mein Problem. 
Ich weiss noch, wie ich die letzten beiden Male versumpft und untergegangen bin, als ich Ferien hatte und nicht weggegangen bin. 

Etwas Grundlegendes hat sich in meiner Einstellung geändert. Die Schwierigkeit der letzten beiden Male bei den Ferien war, dass ich mir die Dinge fest vorgenommen habe. Und damit kommt die Verbindlihkeit mir gegenüber. Damit die Verpflichtung, das durchzuziehen, was auf meinen To-Do-Listen stand. 
Damit war meine Freiheit dahin. Es war kein können oder dürfen oder lassen, es war ein sollen und müssen. Das raubte mir jede Möglichkeit, mich wirklich zu erholen. Und mein Gefühl des Versagens, diese wertvolle Zeit weggeworfen zu haben belastete mich zusätzlich. 
Dieses mal habe ich mir 5 Tage gegeben, in denen ich tun und lassen kann, wonach mir auch immer ist. Und es hat schon angefangen, dass ich Spass daran finde, meine Wünsche, die ich schon so lange habe, wirklich zu machen. Nicht, weil ich es mir vorgenommen habe, sonder weil ich eben nichts geplant habe. So mache ich es freiwillig. Auch vor mir. Falls ich Lust dazu habe :)

Ich fühlte mich schon lange nicht mehr so ausgeglichen wie die letzten zwei Wochen. Schauen wir doch, dass weitere zwei daraus werden :)

Island

Donnerstag, 26. November 2015 //     4 ❞

Für was sind wird auf der Erde?

Wenn wir uns mit den wichtigen Dingen des Lebens beschäftigen, merken wir, dass diese zu 99% nichts mit unserer Arbeit zu tun haben. Mit unseren Überstunden und unseren materiellen Errungenschaften. 

Was mich bereichert und mich zu einem reichen Menschen macht, sind die Erinnerungen an Momente, wo ich meinen eigenen Weg gegangen bin, für mich eingestanden bin und auf mein Herz gehört habe. Da gehören, selbstverständlich, auch harte, schwere Momente dazu, die einem aber helfen, wieder zu den guten Momenten zu finden.

Meine Zeit beim Reisen war eine solche. Sie bleibt mir als die bisher beste Zeit meines Lebens in Erinnerung, auch wenn das nur 3 Monate meines ganzen Lebens waren. Warum soll ich also nicht mehr daraus machen, den Traum zu leben statt zu träumen? Ich habe meinen Bachelor, eine neue Stelle finde ich auf meinem Arbeitsmarkt später locker, meine Wohnung kostet ein Drittel von dem, was meine Freunde für eine Wohnung bezahlen (in Zürich, sind halt unverschämte Preise...).

Wieso nicht einfach tun? Da lohnt es sich sogar, um 3 in der Nacht aufzustehen, 1 Stunde mit dem Auto über die holprigsten Strassen im Dunkeln zu fahren, hochwandern 45 Minuten und um 5 Uhr einer der schönsten Sonnenaufgänge zu beobachten. 

Wie viel Mal nahmt ihr euch die Zeit, einen ganzen Sonnenaufgang zu beobachten? 



Mittwoch, 25. November 2015 //     0 ❞

Heute schrieb mir mein ehemaliger Tauchleher, Angie, mach das wo dich glücklich macht! Ich musste das auch lernen!
Er ist jetzt 25, zwei Jahre älter als ich und wandert nach Thailand aus. Hat dort seine eigene Tauchschule gegründet. Ich schätze einmal, er weiss, von was er redet.

Muss ich noch mehr schreiben? Über meinen 11-Stunden-Arbeitstag, der zweite in dieser Länge in dieser Woche? In dieser Woche habe ich mir gesagt, ich arbeite nur das Minimum, eine Woche lang :D jawohl, das ist wohl ein langes Minimum :) Muss ich noch mehr sagen, dass ich die Arbeit nicht nur nicht gerne mache sondern mich unwohl fühle aufs Gröbste und mal mehr mal weniger aber durchgehend fehl am Platz? 

Mach das, was dich glücklich macht. Natürlich ist das sehr einfach gesagt. Aber die Grundaussage bleibt dennoch der Treffer ins Schwarze. Ich lebe anhand einer Reihe aus Verpflichtungen, wo die eine in die andere übergeht, wie ein nahtloser Übergang in das Unglücklichsein. 

Mach das, was dich glücklich macht. Wir leben heutzutage (gerade im deutschsprachigen Raum) in der Zeit der Möglichkeiten. Wir können es. Wir können selbst entscheiden, was wir mit unserem Leben anstellen. Losreissen und selber tun. Doch nur die wenigsten gehen ihren eigenen Weg, der nich von unerer heutigen ökonomisch strukturierten Welt vorgebahnt ist. 

Drei Monate ging ich meinen eigenen Weg, verwirklichte mir einen Lebenstraum. Aber wieso muss das ein Lebenstraum sein? Genauso kann es zu meinem Leben werden. In der Realität ist das durchaus möglich. Aber ich muss es Wirklichkeit werden lassen. Da sich dieser Weg wahrscheinlich von den ökonomisch vorgelegten Wegen trennt muss man sich den vielleicht selbst bahnen. Aber wieso das nicht zu seiner Lebensaufgabe machen? 

Ich will mein Leben nicht so verbringen, wie ich es angefangen habe. So wie ich es jetzt lebe. 
Deshalb nehme ich mir das zu Herzen, was mir heute jemand geschrieben hat: Angie, mach das wo dich glücklich macht! 

Du auch. Mach das, was dich glücklich macht. Suche danach und gehe und stehe dazu. Meine Aufgabe an dich. Deine Lebensaufgabe an dich.
JUST DO IT sagte einmal jemand als Lebensrat zu mir. JUST DO IT. 

Das war in Kambodscha, auf dem Land in der Nähe von Siem Reap. Mein Herz gehört diesem Land.








Freitag, 20. November 2015 //     0 ❞
Was für eine stressige Woche! Da habe ich gestern ab dem Nachmittag frei, ganz frei, nichts vor, und da schlafe ich einfach um sieben Uhr auf dem Sofa ein. Um zehn Uhr kroch ich dann im Halbschlaf rauf in mein Bett. Dass ich so fertig war fällt mir oft erst auf, wenn mir die Augen zufallen und sie wie Blei unten bleiben. Auch wenn ich sozusagen keinen Freitagabend hatte, kann ich heute dafür den ganzen Tag nutzen. Bin um 6 wie üblich aufgestanden, räume hier die Wohnung auf (geht am Mittag weiter), gehe auf den Flohmarkt um 8, komme nach Hause und gehe noch schnell in den Hofladen Gemüse für die ganze Woche einkaufen (das sind oft zwei grosse Taschen voll, da ich sicher zu 70-80% Gemüse esse). Dieser Hofladen ist wie ein kleiner Schatz für mich. Ich lese unglaublich gerne Bücher über die Ernährung und habe schon einige Dokumentationen gesehen über die Auswirkungen, ob wir BIO essen oder nicht. Grosser Unterschied für unser Körper. Dieser Hofladen ist der einzige, der Kleinbauern unterstützt und dessen Gemüse verkauft. Die Sachen sind sicher dreimal so würzig, haben soooo viel mehr Geschmack als das wässrige (Bio-)Gemüse aus den Supermärkten hier. Zudem sind Kleinbauern immer zu unterstützen, die leiden sehr unter den, ich würde schon fast sagen, Gemüsefabriken, die durch die Profitmaximierung der Qualität ihres Produktes keinen Wert mehr schenkt. Kenne einige Kleinbauern, bei denen ich sogar die Tierhaltung in Ordnung finde, obwohl ich selbst kein Fleisch mehr esse und bei tierischen Milchprodukten möglichst nur von Demeter ernähre. 

Schon krass, wie man im heutigen Westeuropa, und nicht nur hier, so darum kämpfen und viel mehr Aufwand betreiben muss, artgerechte Nahrung zu bekommen. Nicht nur aus ethischen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen. Viele wissen nicht, was sie ihrem Körper eigentlich antun. Mit dem gängigen Hybridweizen, dem präventiven Medikamentencoctail, die sich im "normalen" Fleisch befindet, geschweige denn, wenn sich das Fleisch noch aus mehreren zusammensetzt.... Leute, nur zum Anreiz: Unser Darm und unsere Haut sind fast die gleichen Zellen, haben also sehr viel miteinander zu tun. Deshalb können Hautprobleme oft auch vom Darm her kommen. Also: Unser Darm hat so um die 200 Quadratmeter (!!!!), da er unglaublich viele Zotten besitzt, die die Fläche natürich mit Absicht grösser machen, da dort ja die Stoffe, die ins Blut gehen, gefiltert werden und durchdingen können. Jetzt schaut euch mal eure Hautfläche an. Kommt so auf 2 Quadratmeter. Nächste Frage: Für was geben wir mehr Geld aus, um es zu pflegen? Für die 2 Quadratmeter! Gesichtscreme, Feuchtigkeitscreme, Peeling, Bodylotion usw... Wenn wir Akne oder unreine Haut haben, behandeln wir sie von Aussen. Das ist aber nur eine Symptombekämpfung! Die Ursache kann oft schon behoben werden, wenn wir unsere Ernährung umstellen. Natürlich braucht man da Beratung, da reagiert jeder anders auf die behandelte Nahrung (vor allem Industrieprodukte). Aber das lohnt sich so unglaublich, schon daher, dass man das Krebsrisiko enorm verringern kann mit einer richtigen Ernährung. Wurde schon sehr häufig erwiesen. (Die häufigsten 3 Todesursachen: Herzklreislauferkrankungen, Krebs, Pharmamedikamente. Wenn sogar schon die Welt das publiziert, die meiner Meinung nach wie die allermeisten anderen Medien gesteuert werden) Es ist auch erwiesen, dass man Krebs durch die richtige Ernährung erfolgreicher heilen kann, als durch pharmazeutische Medikamente. Jedoch ist die Pharmaindustrie eine der grössten Weltmächte. Diese hat logischerweise kein Interesse daran, die wirklichen Ursachen zu beheben, sondern hauptsächlich die Symptome zu bekämpfen, denn sonst wäre das subobtimal für ihr Profit. Dafür könnte ich weitere 50 Seiten schreiben mit konkreten Beispielen, kommt vielleicht ein anderes Mal. 

Ich will euch nur ans Herz legen, dass ihr selbst hinterfragt. Am besten alles, was in direkten Kontakt mit eurem Körper kommt. Wenn es euch logisch erscheint, dann kauft und nutzt es. Wenn nicht, dann lasst es lieber sein. Vertraut nicht auf Artikel hier und da. Schaltet euren eigenen Verstand ein und informiert euch, bei Interesse, auf Seiten, die nicht aufgekauft worden sind und viel Wert darauf legen, wirklich das zu schreiben, was ihre EIGENE Meinung ist. 

Bücher, die ich empfehlen kann:

William Davis - Weizenwampe

Dr. med. F. Batmanghelidj - Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!

Ruediger Dahlke - Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung



Jetzt könnte man denken, ach, so eine Extreme, lebt die überhaupt oder beschäftigt die sich nur mit Dingen, die anders laufen sollten? Im Gegenteil, nach Aussen hin wirke ich kaum so, ausser mit meinen engsten Freunde und Familie rede ich kaum und nicht in diesem Ausmass über diese Dinge, die mich wirklich beschäftigen. Weil das Themen sind, die nur ankommen, wenn man sich grundsätzlich damit beschäftigen will. So lebe ich nach Aussen hin nicht anders wie andere. Wenn ich mit Freunden aus gehe, esse ich genauso eine Pizza bei Vapiano oder Eis im Kino oder ein Starbucks-Kaffee, Pommes von Mac nach dem Club, Cocktails in einer Bar, und vor allem Wein <3. Eine gelegendliche Zigarette mit rauchenden Freunden. Wenn ich alleine bin, unter der Woche mir Essen koche, dann hauptsächlich so, wie mir wohl ist. Dann ist mir meist viel stärker nach frischen, unverarbeiteten Produkten. Es braucht beide Seiten. Ich lebe weder im einen, noch im anderen Extrem.