Montag, 8. August 2016 //     1 ❞
- Was ist das Wichtigste auf der Erde? 
- Das, was dir am wichtigsten ist.
- Das ist aber für jeden Menschen womöglich etwas Anderes.
- Ja.
- Aber was ist allgemein wichtig auf der Welt? 
- Nur das, was für dich wichtig ist. 
- Aber es ist doch wichtig, dass jeder Gutes tut, angefangen mit mir?
- Je grösser die Blickwinkel, je länger die Zeitdimension, desto unwichtiger, unbedeutender ist, was du Gutes tust. Was wir Menschen allgemein tun.
- Wie meinst du das? Bedeutet das, es spielt keine Rolle, was ich tue? 
- Doch. Für dich. Es ist nämlich dir wichtig.


Das Leben findet im Jetzt statt. Ausschliesslich. Das klingt so banal, aber wenn man sich dessen einmal tatsächlich bewusst wird, wenn man das verstanden hat, kann das lebensverändernd sein. Dass wir uns aber innerlich nicht immer im Jetzt befinden, hängt stark mit unseren Gedanken zusammen. Nur Gedanken, also nur der Verstand kann in die Vergangenheit und die Zukunft reisen. Der Verstand hält sich überwiegend darin auf. Das hindert uns daran, in der Gegenwart zu sein. Aber das Leben findet nur in der Gegenwart statt. Die Vergangenheit kann man nicht verändern und die Zukunft ist ungewiss. Verändern kann man nur etwas in der Gegenwart. Handeln. Leben. Sein. Sinnhaftigkeit verspüren. 
Sonntag, 12. Juni 2016 //     0 ❞
... wie die flüchtige Begegnung mit dem Jetzt wo die Zeit nicht existiert.... Können wir uns tatsächlich für einen Moment von unserem Verstand befreien und uns mit unseren Sinneswahrnehmungen verweilen und einfach sein? Wie viele Menschen auf der Erde besitzen die Gabe, sich von den Gedanken und dem Verstand vollkommen distanzieren und teilweise sogar befreien zu können? Ist das einer? 100? 10'000? Wer versteht heutzutage in unserer westlichen Gesellschaft noch den Unterschied von der Vereinnahmung des Geistes durch unseren Verstand oder den Verstand als Werkzeug nutzen zu können, sich aber nicht durch diesen zu definieren? 
Dienstag, 7. Juni 2016 //     1 ❞
Es ist mein Leben. Meines. Nicht deines und auch nicht das der Gesellschaft. Es ist meines.

Und jetzt will ich darum kämpfen, dass es auch meines bleibt. Ich entscheide. Über mich. Über mein Leben. Über meine Zukunft.


Dienstag, 24. Mai 2016 //     1 ❞
    Meine indonesische Familie. Mein Herz schlägt dort doppelt so glücklich. April 16 // Part 1

Montag, 18. April 2016 //     2 ❞




INDONESIEN
In 5 Tagen sitze ich im Flugzeug und fliege gerade über die Wüste bei Neu Dehli, mit über 1000 Stundenkilometern bei einer Temperatur von minus 50 Grad. Wieso ich das so genau weiss? Da ich nun schon das zweite Mal in meinem Leben diese Strecke fliege. 
Mal abgesehen (wobei man eigentlich nicht davon absehen darf!!!) dass der Flug umweltspezifisch absolut verwerflich ist, ist es einer der schönsten Momente für mich, in ein Land zurückzukehren, welches für mich ein kleines Stück Heimat bedeutet. Ich fühlte mich dort in den bisher zusammengezählten eineinhalb Monaten, die ich dort schon lebte, so wohl, als ob es mein Zuhause wäre. Wer weiss, vielleicht ist es sogar mehr zu Hause, als dort, wo ich aufwachse. Auch wenn ich die Kultur, die Sprache und die Gesellschaft noch immer nur teilweise oder gar nicht durchblickt habe. Aber dafür ist mein Herz dort angekommen. Meine zweite Familie wohnt in Indonesien, ich werde sie besuchen. Ich habe sie bei meiner letzten Reise kennengelernt, bei ihnen gewohnt und sie sind mir näher als viele Menschen, die ich als Freunde bezeichnen. Sie strahlen noch so viel Echtes aus. Auch wenn sie Dummheiten und Blödsinn machen wie alle anderen Menschen. Aber eine gewisse Naivität unterstreicht ihre Gutmenschlichkeit und eine echte Beziehungsebene. 

Das Bild schoss ich damals auf einer balinesischen Hochzeit, zu der ich spontan vom Bräutigam eingeladen wurde. 2014
Donnerstag, 14. April 2016 //     1 ❞
Wenn ich nach Worten suche, um mein eigenes Innenleben zu beschreiben, merke ich ziemlich schnell, dass es oft für mein Innenleben keine Worte gibt. Nicht, dass mir für das ein oder andere Extrem die Worte fehlen, sondern weil das ein Gefühl und eine Wahrnehmung ist, die sich mit jedem Moment grundlegend verändert und das die Konstante bildet. Ein Innenleben zu beschreiben vermag niemand genau mit Worten, da für Worte das Zeitliche und Räumliche existieren muss, da Worte nur durch Gedanken und somit den Verstand auf- oder wahrgenommen werden können. 
Also wird wohl niemand erfahren, wie es mir wirklich geht. So vieles passiert innerlich gleichzeitig, jedoch ohne das Konzept der Zeit zu berühren. Auch ich werde mir niemals selbst ganz bewusst sein, wie es mir geht, zuviel läuft da durch Filter wie Worte, Gefühlsdefinitionen usw. 

Nun, und dennoch versucht ja jeder Mensch zu überleben. Die guten, die leben. Und die mit Charisma, die beleben.

So, hier war ich mit meiner Schwester ein paar Tage über die Osterntage in den Bergen im Tessin im Verzascatal, die Fotos sind von Lavertezzo.

Solche Tage oder besser gesagt Momente beleben mich. Mein Innenleben saugt sich voll damit und speichert sie als Erinnerung und Gefühl ab, mal so leicht kategorisiert. 
In 9 Tagen fliege ich für einen halben Monat nach Bali. Das belebt mich schon jetzt. Die Vorfreude ist riesig. Nicht nur, weil ich das Land schon von eineinhalb Monaten während meiner Reisezeit kenne, sondern auch weil ich das erste Mal tauchen gehen kann (habe im September meinen Tauchschein im Zürichsee gemacht) und meine indonesische Familie und Freunde wiedersehe.


Dienstag, 1. März 2016 //     0 ❞
Kennt ihr Erinnerungen, die nach etwas riechen? Diese Erinnerung, dieses Bild riecht nach Frühling und innerer Freiheit. Es riecht nach purer Leichtigkeit und Lebensgenuss. Es riecht nach einer Ernsthaftigkeit, was einen in eine Tiefe eines Gefühls versetzt, welches sich sowohl nach Tagträumen, als auch nach klarer Realität und Gegenwart anfühlt. Es nennt sich das Jetzt. 
Der Moment auf dem Bild ist keine zwei Wochen alt. Und dennoch fühlt es sich wie Welten davor an. 


Istanbul Februar 2016 // Seelenwärmer